Wenn der Biss nicht zur Ruhe kommt
Wir behandeln ausschliesslich CMD-bedingte Funktionsstörungen – keine allgemeine Zahnmedizin, keine konkurrierende Kieferorthopädie. Ihre Patientin bleibt Ihre. Was wir beitragen, ist Messtechnik und Zeit für eine einzige Frage.
Diese Patientinnen und Patienten kennen Sie
Hartnäckiger Bruxismus, wiederholt gesprungene Restaurationen, diffuse Zahn- oder Kieferschmerzen ohne pathologischen Befund, Schienen, die nicht greifen – oder neue Beschwerden nach einer Krone, Brücke oder Füllung.
Was gemessen ist
Die kompensierte Bisslage – unser stärkstes Argument, und zugleich das ehrlichste
Der Abstand zwischen zentrischer Kondylenposition und maximaler Interkuspidation liegt im Mittel bei 0,86 ± 0,52 mm; eine Disharmonie zwischen habitueller Verzahnung und muskuloskelettal stabiler Lage gilt als Instabilitätsfaktor. Der Körper gleicht das oft über Jahre aus. Eine Rekonstruktion kann diesen Ausgleich stören – und eine bis dahin verdeckte Fehlsteuerung sichtbar werden lassen.
Was die Messtechnik hergibt – und was nicht
Die okklusale Kontaktverteilung und das Timing sind reliabel erfassbar, für die absolute Kraftmessung fehlt die Validität – als Adjunkt und Screening geeignet, nicht als alleinige Grundlage okklusaler Korrekturen. Abrasionsmuster sind keine zuverlässigen Marker aktueller Bruxismusaktivität. Die instrumentelle Funktionsanalyse baut auf der klinischen auf und ist ausdrücklich keine Methode der Schmerzerfassung.
Und eine Kleinigkeit mit grosser Wirkung auf die Registrierung
Okklusale Kontakte in maximaler Interkuspidation unterscheiden sich messbar zwischen aufrechter und liegender Position; die Ruhelage des Unterkiefers hängt von Kopfstütze und Körperlage ab. Wer im Liegen registriert, zeichnet eine andere Okklusion auf als die, in der der Mensch lebt.
Wo die Evidenz endet
Die okklusale Monokausalität gilt als überholt; CMD ist multifaktoriell und biopsychosozial. Die Literatur mahnt ausdrücklich Zurückhaltung bei mechanistischen Okklusions- und Zentrik-Konzepten an, um Überdiagnose und Übertherapie zu vermeiden. Wir behaupten nicht, dass der Biss die Ursache ist – wir stellen fest, ob er ein Anteil ist.
Wann eine Zuweisung etwas bringt
Zuerst und ohne Ausnahme: Red Flags und unklarer Befund gehören in die fachärztliche Abklärung, vor jede Funktionsdiagnostik. Die CMD-Sicht ist ergänzend, nicht ersetzend.
Sinnvoll
- vor grösseren Rekonstruktionen zur CMD-Risikoabklärung
- therapieresistenter Bruxismus
- Beschwerden, die neu nach einer Zahnbehandlung entstanden
- Schienen, die trotz korrekter Herstellung nicht greifen
Nicht sinnvoll
- zur Begutachtung einer fremden Behandlung – das tun wir nicht
- für allgemeinzahnärztliche Leistungen; die bleiben bei Ihnen
Ihre Patientin bleibt Ihre. Nach der Abklärung beziehungsweise nach abgeschlossener Regulation überweisen wir grundsätzlich zu Ihnen zurück. Eine darüber hinausgehende Behandlung übernehmen wir ausschliesslich auf Ihren ausdrücklichen, schriftlichen Wunsch.
Was wir ausdrücklich nicht tun: Ihre Arbeit beurteilen. Wir messen die Funktion und melden zurück, was wir gefunden haben – nicht, was jemand hätte anders machen sollen.
Drei Wege – Sie wählen
Ich will es genauer wissen
Die Quellen im Volltext, unsere Messprotokolle und das klinische Erklärungsmodell mit offengelegter Evidenzstufe.
Ich habe eine Frage zu einem Fall
Rückruf durch den CMD-Spezialisten, nicht durch die Rezeption.
Ich möchte zuweisen
Telefonisch, per Mail oder per Brief – wie es Ihnen passt. Der Befundbericht kommt zu Ihnen zurück.
